06
Sep
11

Und täglich grüßt Mensdorff-Pouilly

Die letzte Verstrickung von  Mensdorff-Pouilly ist noch keine 2 Wochen alt und doch taucht schon wieder ein neuer Fall auf in dem der Lobbyist vom Dienst auftaucht. Es scheint als wäre  Mensdorff-Pouilly  der „Haus-& Hoflobbyist“ der österreichischen Wirtschaft. Nacheinander tauchen Verträge und Geldflüsse auf, welche den Gatten von Bundesministerin a. D. Maria Rauch-Kallat in ein schwummriges Licht stellen.

Es gilt wieder mal die Unschuldsvermutung
Neben Grasser, Maischberger & Hochegger ist auch Mensdorff-Pouilly einer der Anwärter auf die fiktive „Es gilt die Unschuldsvermutung“ Medaille in Gold. Von den ungeliebten Abfangjägern über die so genannte „Siemens-Affäre“ und die Causa Telekom bis nun hin zu den neusten angeblichen Zahlungen an ihn von Seiten der OMV, ist Mensdorff-Pouilly aus dem Lobbywesen in Österreich nicht mehr weg zu denken.

Wie wird man Lobbyist und was muss man da können?
Diese frage stellt sich mir immer wieder wenn ich Beiträge über Lobbyisten in den diversen Medienportalen bzw. Zeitungen lese. Muss man als Lobbyist eigentlich korrupt sein, oder gibt es auch „gute“ Lobbyisten? Tja, das hängt von der Definition des Begriffs ab. Lobbyismus kann man als eine Art Interessenvertretung sehen. 

Interessenvertretung in Form von Gewerkschaften, Arbeiterkammer oder Wirtschaftskammer ist meines durchaus positiv anzusehen. Durch den Zusammenschluß entstehen Plattformen, welche es ermöglichen, im Rahmen einer Diskussion, das jeweilig beste Ergebnis für sich zu erzielen. Kritisch wird es erst dann, wenn man sich mit Hilfe von  finanziellen Anreizen unerlaubte Vorteile gegenüber anderen verschafft, oder dadurch Regeln und Gesetze umgeht. Man betreibt dadurch zwar auch Interessenvertretung, aber in einer sehr fragwürdigen Art und Weise.

Ob sich Mensdorff-Pouilly nun im Rahmen der Gesetze bewegt(e), müssen die Gerichte herausfinden, fragt sich nur noch wie oft sich die Unschuldsvermutung sein Benehmen noch gefallen lässt.

06
Sep
11

Österreich vs. Türkei – Die letzte Chance

Heute kämpft die österreichische Nationalmannschaft um die wirklich aller letzte (reale) Chance sich noch für die Europameisterschaft zu qualifizieren. Mit der Türkei wartet ein sehr starker Gegner, der sich auf jeden Fall keine Blöße geben möchte.

Auswärtsspiel im eigenen Stadion
Obwohl das Spiel im Ernst Happel-Stadion stattfinden wird, kann es durchaus sein, dass unsere türkischen Gäste sich wie zu Hause fühlen werden. Das hat einerseits den Grund, dass in Wien sehr viele türkische Menschen, welche obendrein auch noch sehr fußballbegeistert sind, leben und andererseits, dass einige österreichische Fans, angesichts der misslichen Ausgangslage nach dem 6:2 Debakel gegen Deutschland , dem Stadion fern bleiben werden.

Didis letzter Auftritt!?
Ob sich Didi Constantini mit Hilfe dieses Spiels rehabilitieren wird, wage ich zu bezweifeln. Bei einer Niederlage der österreichischen Mannschaft werden sich seine Kritiker bestätigt fühlen und selbst bei dem benötigen Sieg, werden höchstens die Boulevard-Blätter  Lobeshymnen trällern. Die augenscheinlichen Versäumnisse, Fehler und Fauxpas (z.B.: „Trottl-Cusa“ – 90. Minuten.at) seinerseits und seines Trainerteams, haben doch sehr tiefe Gräben aufgerissen, die meiner Meinung nach nicht mehr so einfach aus der Welt geschafft werden können.

Wo kein David, da kein Goliath
Während Guus Hiddink eher tief stapelt und die Favoritenrolle der Türkei nicht annehmen will, sieht die Statistik sein Team klar im Vorteil, denn einen Sieg für Österreich, im direkten Duell der beiden Mannschaften, hat es schon längere Zeit nicht gegeben. Dass die Türken jedoch nicht unbesiegbar sind, stellte Aserbaidschan mit einem 1:0 Erfolg am 12.10.10 unter Beweis.

Man darf also gespannt sein, wie  das Duell der beiden Teams heute Abend ausgehen wird. Für alle, die nicht im Stadion oder vorm Fernseher Platz nehmen können, empfehle ich entweder den Live-Ticker auf derstandard.at oder den twitter-Channel von 90Minuten.at.

05
Sep
11

Wolfgang Schüssel sagt Adieu

Nach den sich überschlagenden Meldungen bzgl. der Telekom-Affäre und den Verstrickungen der  ÖVP/FPÖ-BZÖ Regierung von 2000 -2006, sind die ersten Konsequenzen sichtbar. Wolfgang Schüssel legt sein Nationalratsmandat zurück.

Schuldgeständnis oder  Ärger über eigene vermeintliche Naivität?
In folgender Erklärung (Quelle: derstandard.at)  legt er die Gründe für seinen Rücktritt offen.  Ob dies die Flucht vor dem großen Knall war, ob er sich damit Sympathien sichern will, oder ob er wirklich schlicht und ergreifend aus Enttäuschung seinen Hut zieht, wird sich hoffentlich bald herausstellen.

update: Politologe Peter Filzmaier sieht im Rücktritt Schüssels einen Versuch, dem sinkenden Schiff ÖVP rettend zur Seite zu stehen. Trotz seiner „nur“ indirekten Verwicklung in die Causa “Telekom“, muss er zugeben, dass er nach dem ersten Koalitionsversuch im Jahr 2002, als Wahlsieger, erstens gewusst hat mit wem er sich erneut einlässt und zweites hätte er dank seines Erdrutschwahlsieges durchaus andere Möglichkeiten gehabt, um in Regierungsverantwortung zu bleiben.  Peter Filzmaier zieht Bilanz. (Quelle: derstandard.at)

30
Aug
11

ORF Sommergespräche fallen ins Sommerloch

Nun sind bereits 4 von 5 ORF-Sommergesprächen (http://tv.orf.at/sommergespraeche/) gelaufen. Neben einer neuen Umgebung für diese vermeintlichen persönlichen Gespräche mit den österreichischen Spitzenpolitikern und Spitzenpolitikerinnen, wurde auch am Konzept einiges verändert. Der Erfolg blieb jedoch überschaubar. Mögliche Gründe gibt es einige.

Persönlich – unpersönlich
Durch das Einfließen von Zuseherfragen soll jede Sendung für sich einen individuellen Charakter bekommen. Die Idee an sich ist ja nicht schlecht, jedoch hat man die Rechnung ohne die bis unter den Haaransatz medial trainierten Interviewpartner gemacht. Anstatt durch die angesprochenen Zuseherfragen eine Auflockerung zu erreichen, kontern die Politiker (und die Politikerin, Eva Glawischnig) mit vorgefertigten Satzgebilden und Wortflüssen, welche gekonnt die eigentlichen Fragen unbeantwortet lassen.

lauwarme Gespräche
Dieses „um den heißen Brei“-Gerede trägt wesentlich dazu bei, dass das ohnehin angeschlagene Image der politischen Kräfte in Österreich weiter verstaubt. Auch die viel geschätzte Frau Thurnher war nicht gerade in der Form ihres Lebens in Punkto Gesprächsführung. Man darf aber nicht nur seitens des ORF die Gründe für das mäßige Abschneiden der Interviews sehen. Auch seitens der Politiker waren schon Menschen am Werk, welche für die Wählerinnen und Wähler  mehr zu bieten hatten, als die bereits angesprochenen Floskeln.

Ob Werner Faymann die Kohlen für die Sommergespräche noch aus dem Feuer holt? Zwefelhaft, wenn man mich fragt.

16
Aug
11

mononuk’s blog second try

Arbeite unter Hochtouren an meinem neuen Blog.  to be continued…




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